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SO KOMMT IHR TEAM NICHT UNTER DIE RÄDER: DAS TEAM MANAGEMENT WHEEL

von Christoph Edenhauser & Markus Feistritzer

Die Radsaison ist im vollen Gange und die Spitzenteams im Radrennsport haben bereits einige Etappen hinter sich. Diese Höchstleistungen werden durch ein gut eingespieltes Team von Teammanagern, Trainern, Teamärzten, Physiotherapeuten, Soigneurs, Mechanikern und mehr ermöglicht. Dabei kennt jeder einzelne seine Rolle und führt innerhalb seines Einsatzgebietes das Team zum Erfolg. Dasselbe gilt für Teams im Unternehmen. Sie agieren teilweise wie Unternehmen im Unternehmen. Dafür braucht es ein Umfeld, das Kreativität und unterschiedliches Denken zulässt, um das Zustandekommen von innovativen Lösungen und Verbesserungen zu fördern. In diesem Umfeld hat jeder seine Rolle – lesen Sie heute welche Teamrolle Sie einnehmen könnten.

Das Team Management Rad – eine runde Sache!

Wie Sie bereits wissen, wurden die Teamaktivitäten von Dr. Dick McCann und Dr. Charles Margerison entwickelt. Nicht jeder verrichtet alle Aufgaben gleichermaßen gerne, die Interessen und Präferenzen der Teammitglieder können stark variieren, auch das ist Ihnen bewusst. Mithilfe des Team Management Rads werden diese Arbeitspräferenzen nun genauer beschrieben und die Zusammenhänge visuell dargestellt.

Die acht Teamrollen auf einen Blick

Von einem bekannten Rollenmodell haben wir vergangenes Jahr bereits berichtet (BITTE (NICHT) PERSÖNLICH NEHMEN! - Das 3-Rollenmodell nach Belbin). Die  Teamaktivitäten nach Margerison & McCann  kennen Sie spätestens seit dem Beitrag von voriger Woche. Heute lesen Sie über die acht Team-Rollenpräferenzen nach McCann & Margerison (GPM PM3, 2009: 417ff):

  1. Informierter Berater (Informationsbeschaffer, meist geduldig und ausdauernd,  trifft keine vorschnellen Entscheidungen)
  2. Kreativer Innovator (Ideenreicher Entwickler, experimentierfreudig, liebt die Abwechslung)
  3. Entdeckender Promoter (kontaktfreudig, begeistert Leute für innovative Ideen, mag verschiedene Aufgaben)
  4. Auswählender Entwickler (versucht, Ideen praktisch umzusetzen. Beispiel: Herstellung von Prototypen, Durchführung von Marktstudien)
  5. Zielstrebiger Organisator (will „Taten sehen“, definiert klare Ziele und setzt Fristen)
  6. Systematischer Umsetzer (Konzentration auf Standards und festgelegte Verfahren, wendet seine Fähigkeiten in bewährter Arbeitsweise an)
  7. Kontrollierender Überwacher (sorgfältiger, detailverliebter Beobachter von Zahlen und Fakten, Konzentration auf langfristige, spezifische Aufgaben. Einsatz z. B. im Vertrags-/Rechnungs-/Qualitäts-Management)
  8. Unterstützender Stabilisator (stärkt die Arbeit in physischer und gesellschaftlicher Hinsicht, ist werteorientiert, hilfsbereit, guter Verhandler. Wird oft als „Gewissen der Gruppe“ bezeichnet)

Diese acht Gruppenfunktionen haben sich in der Teamerfolgs-Forschung herauskristallisiert. Durch die Einteilung lässt sich feststellen, für welche Teamrolle sich ein Gruppenmitglied besonders interessiert und auch eignet. Zum Beispiel ist ein kommunikativer,  entscheidungsliebender „Macher-Typ“ (zielstrebiger Organisator) in der Buchhaltung wahrscheinlich nicht besonders gut aufgehoben.

Die Nabe – wie man das Radmittelstück nennt – im Teammanagement-Rad bildet der „Verbinder“. Üblicherweise übernimmt der Teamleiter diese Arbeitsfunktion. Das „linking“ selbst (die Summe der Fähigkeiten) wird aber nicht als separate Teamrolle angesehen.

Fazit: Arbeit, die zusätzlich zu der fachlichen Qualifikation auch den eigenen Stärken und Präferenzen (und folglich der Teamrolle) entspricht, sorgt für mehr Spaß und Zufriedenheit, für gesteigerte Effizienz und Motivation in der Gruppe. Diese Faktoren wiederum tragen lt. empirischen Forschungen maßgeblich zum Team- bzw. Unternehmenserfolg bei (vgl. auch TMS – DER SCHLÜSSEL ZU IHREM „DREAM-TEAM“!?).

Abschließend dürfen wir die große Bedeutung der Arbeitspräferenzen nochmals mit den Worten der TMS-Autoren ausdrücken: „Wenn wir anderen Wissen und Verständnis dafür vermitteln, wer sie sind, geben wir ihnen die Möglichkeit, eine Wahl zu treffen. In einem Team, in dem jeder einzelne viel von dem tut, was er gern tut, erhöhen sich die Energie, die Begeisterung, das Engagement und die Motivation um ein Vielfaches - und dann schaffen Sie ein Hochleistungsteam." (Charles Margerison und Dick McCann)

Eine angenehme Woche, in der „alles rund läuft“, wünschen

Markus Feistritzer & Christoph Edenhauser

 

 

Verzeichnis und weiterführende Informationen:

GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement Michael Gessler (Hrsg.): Kompetenzbasiertes Projektmanagement (PM3) - Handbuch für die Projektarbeit, Qualifizierung und Zertifizierung auf Basis der IPMA Competence Baseline Version 3.0, 1. Auflage, Nürnberg, 2009

 

von Christoph Edenhauser & Markus Feistritzer | Kategorien: Projektmanagement

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