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Six Sigma oder täglich grüßt die Verbesserung!

von Christoph Edenhauser & Markus Feistritzer

Sich ein Six-Pack anzutrainieren, das war vielleicht einer Ihrer guten Neujahrs-Vorsätze. Ihrer eisernen Disziplin haben Sie es zu verdanken, dass sich erste Hinweise auf einen Waschbrettbauch gar schon abzeichnen? Ihre gute Vorstellungskraft und Ihre blühende Fantasie tun ihr Übriges dazu? Gratulation! Dann haben Sie allen Grund dazu, auch der Herausforderung „Six Sigma“ mit der nötigen Gelassenheit und Optimismus entgegen zu sehen! Erfahren Sie im heutigen Beitrag mehr zu dieser interessanten Philosophie – wir wünschen viel Vergnügen dabei!

Was ist Six Sigma? Ein kurzer Überblick…

6σ gilt als System zur Verbesserung von Prozessen und findet großen Anklang im Qualitätsmanagement. Unter Verwendung von Six Sigma werden Geschäftsprozesse mit Hilfe statistischer Mittel beschrieben, gemessen, analysiert, verbessert und gesteuert (s. DMAIC-Zyklus weiter unten). In Japan wurde dieses Modell bereits in den 1970er Jahren vorgestellt (im Schiffsbau, in der Konsumgüterindustrie und dgl.). Weitere Bekanntheit in den USA erreichte Six Sigma durch die Firma Motorola (1987). Auch die erfolgreiche Umsetzung des Modells bei großen Unternehmen (z. B. General Electric, GE) trug enorm zur weiteren Verbreitung und zur Steigerung der Beliebtheit von Six Sigma bei. Heutzutage ist diese Philosophie in Großkonzernen (sowohl in der Fertigungsindustrie und dem Dienstleistungssektor als auch in der Finanzindustrie) zur nachhaltigen Prozessverbesserung nicht mehr wegzudenken. Anmerkung: Menschliche Fehler lassen sich trotz erfolgreicher Anwendung und diversen Nachweisen über die Einhaltung der Six-Sigma-Qualität nicht gänzlich ausschließen. Mehr zur Begriffsbeschreibung finden Sie hier.

Der Kernprozess von Six Sigma: Der DMAIC-Zyklus

Wie bereits erwähnt, ist die häufigste eingesetzte Methode und demnach der Kernprozess von Six Sigma der sogenannte „DMAIC-Zyklus“. Im Nachfolgenden dürfen wir diese Vorgangsweise – in stark vereinfachter Form – wie folgt beschreiben (GPM PM3 2016: 2047ff.):

  1. Define: Anfangs wird der verbesserungswürdige Prozess dokumentiert. Oft wird hierzu eine „Projekt-Charta“ verwendet, welche den Soll-Zustand und die wahrscheinlichen Gründe für die bestehende Abweichung vom Soll-Zustand belegt. Des Weiteren werden Details zu Mitgliedern, zu den Ressourcen und dem Timing aufgezeigt.
  2. Measure: Der Prozess wird (aus Kundensicht) in Bezug auf die Erfüllung der bestehenden Anforderungen untersucht. In dieser Phase werden zum Beispiel „Process Mapping“ und die sogenannte Messsystemanalyse (MSA) angewendet.
  3. Analyze: In diesem Schritt soll aufgezeigt werden, warum der aktuelle Prozess die Kundenanforderungen nicht bzw. nicht zur Gänze erfüllt. Hilfreiche Werkzeuge hierfür sind diverse Prozessanalysen, Datenauswertungen, Streudiagramme (Scatter Plot) und sonstige statistische Analysen.
  4. Improve: Die Funktionsweise des Prozesses ist klar, die Verbesserung kann nun geplant, getestet und umgesetzt werden. Auch hierfür gibt es empfehlenswerte Tools, zum Beispiel die Kosten-Nutzen-Analyse, die Soll-Prozessdarstellung, Brainstorming und Kreativitätstechniken etc.
  5. Control: Mithilfe statistischer Methoden wird der verbesserte Prozess kontrolliert. In der Fachliteratur werden diverse weitere Methoden (Prozessdokumentation, Prozessmanagement- und Reaktionsplan etc.) genannt.

Da es sich bei „Six Sigma“ um ein sehr umfangreiches Thema handelt, werden wir im Laufe der nächsten Monate immer wieder spannende Teilbereiche dieses „Verbesserungssystems“ aufgreifen! Dranbleiben lohnt sich!

 

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Markus Feistritzer & Christoph Edenhauser

 

 

Verzeichnis:

GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement / Michael Gessler (Hrsg.): Kompetenzbasiertes Projektmanagement (PM3) - Handbuch für die Projektarbeit, Qualifizierung und Zertifizierung auf Basis der IPMA Competence Baseline Version 3.0, 8. Auflage, Nürnberg, 2016

 

 

von Christoph Edenhauser & Markus Feistritzer | Kategorien: Leadership, Projektmanagement

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