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Ich schätze dich wert?!

von Christoph Edenhauser & Markus Feistritzer

Würden Sie so nie sagen – aber wie sonst drücken Sie Wertschätzung aus? Viel zu oft vergessen wir im Alltag gegenüber unseren Mitmenschen - seien es Kollegen, Familie oder Freunde - unsere Achtung auszudrücken. Dabei stellt Wertschätzung gerade im Berufsleben einen wesentlichen Motivationsfaktor dar. Leider agieren Führungskräfte oftmals eher nach dem Prinzip „Nicht geschimpft ist gelobt genug.“. Erfahren Sie heute wie Sie Wertschätzung in Ihren täglichen Umgang einfach inkludieren.

Motivation – eine Frage von Aktion und Reaktion

Jeder Mensch ist individuell, logisch. Nicht jede Person lässt sich durch die gleichen Faktoren gleich stark motivieren, auch klar. Genauso unbestritten scheint, dass das generelle Bedürfnis nach Anerkennung in Jedem von uns schlummert. Wenngleich dieses Verlangen in verschiedener Ausprägung und mit unterschiedlicher Häufigkeit an die Oberfläche tritt. Laut diverser Studien und Theorien gibt es unterschiedliche Faktoren, die unsere generelle Motivation entweder fördern oder verhindern.  Dazu zählen beispielsweise (GPM PM3 2016: 2064ff.):

  • Die Sinnhaftigkeit der zu verrichtenden Arbeit (ist das Ziel erstrebenswert?)
  • Die materielle Sicherheit, sprich Entlohnung und Gehalt (vgl. auch die Motivationstheorie von Herzberg)
  • Die Möglichkeit der Fortbildung und eigenen Weiterentwicklung (Karriereaussichten sorgen bei den Meisten für eine hohe Motivation)
  • Die erwiesene Wertschätzung

Aus den oben angeführten Überlegungen lässt sich schlussfolgern: das Vorhandensein von Bedürfnissen bildet die Basis für jegliche Motivation.

Tipp Nr. 1:           Finden Sie heraus, welche vordergründigen Bedürfnisse Ihr Gesprächspartner hat.

 

Arbeitswillige Teammitglieder wollen zum Wohl der Gruppe beitragen. Voraussetzung hierfür ist allerdings die Freiwilligkeit und die Überzeugung des eigenen Handelns.

Tipp Nr. 2:           Drängen Sie Ihre MitarbeiterInnen nicht zu Aussagen oder Arbeiten, die gegen deren persönliche Wertehaltungen verstoßen.

 

Menschen erhoffen sich (positive) Rückmeldungen. Wenn aber das Feedback in wertschätzender Weise erfolgt, nehmen MitarbeiterInnen im Regelfall auch eventuelle Kritik nicht krumm. Berechtigte Verbesserungsvorschläge gelten grundsätzlich als bereichernd, vorausgesetzt diese werden nicht „von oben herab“ ausgesprochen.

Tipp Nr. 3:           Sparen Sie nicht mit konstruktivem Feedback.

 

Wie Sie ein Winner-Team formen…

Erfolgreiche Gruppenarbeit resultiert aus guter Kommunikation und hoher gegenseitiger Wertschätzung. Wichtig hierfür scheint demnach, dass der Teamleader weiß, wie seine Teammitglieder gestrickt sind. Was ist für die MitarbeiterInnen wichtig, was nichtig? Sprich, von welchen Werten sind Ihre MitstreiterInnen überzeugt, welche Werte erachten sie als überholt. Zum näheren Kennenlernen Ihrer Teammitglieder und zum Erforschen, wie sie denken, eignen sich zum Beispiel die folgenden Fragestellungen:

  • Über welche Voraussetzungen verfügen Sie? Auf welche Erfahrungen können Sie zurück blicken?
  • Erfüllt das definierte Ziel Ihre persönlichen Vorstellungen? Können Sie sich damit identifizieren und lässt sich die Arbeit mit Ihren individuellen Werten vereinbaren?
  • Gibt es Ihrerseits Bedenken oder Vorbehalte? Haben Sie persönlich Zweifel an der Umsetzung des Vorhabens?

Mit solchen offen angesprochenen Fragen zeigen Sie ehrliches Interesse an Ihrem Gesprächspartner. Sie finden heraus, ob Ihre Teammitglieder ähnliche Werte verfolgen, ob das Team homogen ist. Mit den oben genannten Überlegungen beweisen Sie außerdem eine wertschätzende Kommunikation. Wie Sie wissen, ist diese für erfolgreiche Teamarbeit unerlässlich. Gleichzeitig machen Sie durch obige Fragestellungen eventuelle Werteunterschiede, mögliche Hindernisse und abweichende Ansichten transparent.

Erfahrungsgemäß sind die Resultate dieser Vorgangsweise durchaus positiv:

  • Ihre MitarbeiterInnen werden Ihnen die offene und wertschätzende Gesprächsführung durch gesteigerte Einsatzbereitschaft danken.
  • Eine gute Kommunikationskultur innerhalb der Gruppe sorgt für bessere Ergebnisse.
  • Wenn sich das Team als Einheit mit einem gemeinsamen Ziel definiert, zählen nicht nur die eigenen Aufgaben. Die Erfüllung des Gesamtergebnisses rückt in den Vordergrund (Stichwort: Teamspirit).
  • Interaktionen im Team verlaufen reibungsloser, das Konfliktpotenzial schrumpft.

Wir sind überzeugt, die eingangs erwähnten 3 simplen Tipps lassen sich auch in Ihren Alltag integrieren! Probieren Sie´s aus! Viel Spaß und Erfolg dabei wünschen,

 

Markus Feistritzer & Christoph Edenhauser

 

 

Verzeichnis:

GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement / Michael Gessler (Hrsg.): Kompetenzbasiertes Projektmanagement (PM3) - Handbuch für die Projektarbeit, Qualifizierung und Zertifizierung auf Basis der IPMA Competence Baseline Version 3.0, 8. Auflage, Nürnberg, 2016

 

von Christoph Edenhauser & Markus Feistritzer | Kategorien: Leadership

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