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Coaching - nur eine Modeerscheinung?

von Christoph Edenhauser

Die Übersetzung des englischen Begriffes “coach” lautet “Kutsche”, wie Sie bestimmt wissen. Coaching bedeutet demnach, jemanden chauffieren, sie/ihn in Richtung „Ziel“ befördern. In Großbritannien wurde das Wort „Coach“ bereits im 19. Jahrhundert verwendet (damals im sportlichen und schulischen Bereich) – von vorübergehendem Hype kann daher wohl nicht die Rede sein. Warum Coaching für Führungskräfte wichtiger denn je ist und wie Sie zum „Profi-Kutscher“ werden, verrate ich Ihnen in meinem heutigen Blog!

Wenn Einer eine Reise tut …

Coaching Gespräch
© gilaxia - iStockphoto.com

… macht er diese am besten in (guter) Gesellschaft! In Ihrem Falle heißt das: Motivieren Sie Ihr Team zum „Einsteigen und Platz nehmen“! Mit Ihrem Team in einem Boot (in einer Kutsche!) zu sitzen, steigert Ihren Unternehmenserfolg zwangsläufig. Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihren MitarbeiterInnen entsprechende Lösungen, Strategien zur Problembewältigung und dgl. Stehen Sie ihnen stets beratend zur Seite. So manch moderne Führungskraft ist noch immer der Meinung, Coaching sei Zeitverschwendung. Und es sei nur dann notwendig, wenn die Arbeitsleistung nicht zufriedenstellend ist. Diese Annahmen sind veraltet und weit gefehlt! Vielmehr lassen sich schlechte Ergebnisse mittels bewusstem Coaching von Beginn an vermeiden oder zumindest reduzieren!

Aller Anfang ist schwer ... Für Unwissende vielleicht – nicht aber für Sie!

1. Analysieren Sie zuerst die Ausgangssituation.

Erst wenn die Schwachstellen bekannt sind, können Sie mit Ihren „Weggefährten“ daran arbeiten. Entlarven Sie gemeinsam die “bottlenecks” auf dem Weg zum Erfolg. Der interaktive und personenorientierte Beratungs- und Begleitprozess sollte immer auf gemeinsam definierten Zielen aufbauen. Definieren Sie klare und messbare Ziele. Formulieren Sie die Erwartungen an die gemeinsame „Reise“ verständlich und eindeutig. Zur Festlegung der Inhalte für die Coaching-Einheiten haben sich z. B. die nachfolgenden Fragen bewährt:
Was erwarten/erhoffen Sie sich von dieser Diskussion? Wie sieht Ihr “perfekter Arbeitstag” aus? Wann gilt Ihr Ziel als erreicht, wie stellen Sie dies fest?

2. Diskutieren Sie die verschiedenen Möglichkeiten zur Zielerreichung ausführlich mit Ihren MitarbeiterInnen.

Viele Wege führen nach Rom! Auch wenn Sie die Zügel in der Hand halten und die Kutsche lenken: Verwerfen Sie die „Routenvorschläge“ Ihrer „Insassen“ nicht unüberlegt!
Stellen Sie Fragen wie z.B.: Welche Optionen zur Erweiterung Ihres Wissens stehen Ihnen zur Verfügung? Welche Punkte erscheinen Ihnen wichtig? Wie haben Sie schwierige Situationen in der Vergangenheit gemeistert? Welche Faktoren behindern Sie bei der Erreichung Ihrer Ziele? Bringen sie Ihre Erfahrungen ein, um neue Hypothesen zu entwickeln.

3. Erarbeiten Sie gemeinsame Lösungen / Strategien für die Zukunft. Schieben Sie nötige Veränderungen nicht auf die lange Bank!

Bevor Ihre “Mitreisenden” wieder an ihren Schreibtisch entschwinden, halten Sie die wichtigsten Aussagen der Unterhaltung schriftlich fest. Z.B. sollen sich die MitarbeiterInnen über folgende Punkte im Klaren sein:
Welche Schritte zur Erhöhung meiner “performance” unternehme ich? Wann fange ich damit an? Wer unterstützt mich bei der Umsetzung meiner Pläne?

4. Zum Abschluss einer Coaching-Einheit, fixieren Sie einen Folgetermin.

Ihre MitarbeiterInnen werden die von Ihnen angebotene “Hilfe zur Selbsthilfe” mit höherer Motivation, besserem Durchhaltevermögen und mit gesteigerter Leistung honorieren!

Lernen Sie, die simplen Ratschläge des heutigen Beitrages in Ihren Arbeitsalltag in der Rolle als Coach zu integrieren – Sie werden es nicht bereuen, Übung macht schließlich den Meister!

Glauben Sie mir: Coaching kann ebenso viel Spaß machen wie Couching (Faulenzen)! Werden Sie ein „Top–Coach“- Sie sind es Ihrer Mannschaft (und Ihnen selbst) schuldig!

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche und stets viel Vergnügen – sowohl beim Coaching als auch beim Couching!

von Christoph Edenhauser | Kategorien: Leadership

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